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DAS ERBE
Nichts.
Das Gewicht der Leere drückt im Kopf.
Das Gesicht der Unendlichkeit ist
still und kalt.
Schwarz und leer.
Der Kopf schwer.
Gefüllt mit Gedanken,
die dem Nichts
ihr Sein verdanken.
Verhüllt in Gedanken,
denen Licht
ihren Schein verleiht.
Farben verleiten,
im Käfig zu bleiben.
Ewig zu schreiben,
um zu entrinnen.
Doch gegen die Sinne
kann kein Mensch gewinnen.
Sie zwingen ins Leben.
Dringen in den Kopf
und reden von innen.
Reden ihm ein zu sein.
Klingen sinnvoll.
Sie siegen.
Ich will fliegen.
Sinnlos.
Ich bin bloß ein Mensch,
der denkt,
er kann fliehen,
wie weiße Wolken
durch die Zeit ziehen.
Doch mir wurden
wie allen von Geburt an
Blinde Augen verliehen.
Wir werden im Krieg fallen.
Verlieren gegen das Heer des Lichts.
Das Schwert zerbricht.
Das Gesicht berührt die kalte Erde.
Im Raum verhallen werden
Formen und Farben.
Normen und Werte.
Zahlen und Worte sterben.
Menschen werden
Ihr begrenztes Denken
ans Nichts vererben.
Unsere Welt zerfällt in Scherben.
Keine Welt mehr aus
War, Ist und Werden.
Nichts.
FLUSS
Der Mensch gleicht
einem Fisch
im Fluss der Zeit.
Umgeben von Dunkelheit.
Die Krone der Schöpfung,
ohne Ziel,
ohne viel,
zu wissen,
irrt sie erschöpft umher.
Der Fluss still und leer.
Trüb wie Nebel.
Der Grund unsichtbar.
Die Freiheit unverzichtbar
wie Licht klar und hell.
Das Leben ist nicht wahr und schnell
vorbei
wie die Träumerei
eines Blinden von Licht.
DIE KUGEL
Die Kugel dreht sich im leeren Raum.
Klein und nichtig
ist sie für die unendliche Dunkelheit.
Still und unbedeutend
für den Lauf der Zeit.
Jahre, Tage, Stunden.
Diese Worte hat der Mensch erfunden,
um sich selbst einzusperren
in einem Käfig aus Zeitstahl.
Um sich zu fesseln
an einen Marterpfahl
aus Vergangenheit, Jetzt und Zukunft.
Gefangen in Zeit, gehetzt und suchend.
Verletzt und blutend
schreit er nach zeitloser Freiheit.
Doch sie ist weit von ihm entfernt
wie ein leuchtender Stern.
EXISTENZ
Wohin rennt die Zeit?
Wie weit ist es bis zum
Ende der Unendlichkeit?
Warum hör’ ich das Kind,
das entsetzlich nach Freiheit schreit?
Wo verläuft die Grenze
zwischen Traum und Wahrheit?
Verläuft das Leben in der Zeit
wie Farben in Wasser?
Verläuft sich die Zeit
und irrt in die Zukunft?
Ist Leben die Ausgeburt der Vernunft?
Ein Kind der Sinne?
Schaffen Gedanken und Gefühle einen Moment?
Die Zeit rennt.
Der Kopf denkt.
Das Herz brennt.
Das Herz kennt Gefühle,
die du Leben nennst.
Existenz.
ZEIT
Wer bist du,
dass du denkst,
du lenkst
dein Leben ?
Wer bist du, dass du denkst,
du lebst
hier und jetzt?
Wo ist hier?
Wann ist jetzt?
Die Zeit wurde zerfetzt, zerteilt
und im Raum verstreut, verteilt.
Der Raum erneut geteilt
in Licht und Dunkelheit,
in Lüge und Wahrheit.
Die Zeit eilt allem voraus
die Zukunft suchend,
die Vergangenheit vergessend.
Gefangen und besessen.
Krank und vermessen
drehen die Zeiger sich
unweigerlich weiter.
Zeit schweigt nicht,
neigt sich nie dem Ende.
Zeit kennt keine Grenze,
rennt und zieht uns mit,
brennt und entfacht ein Feuer,
lodert und erobert die Menschheit.
Zeit.
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